GutsMuts Rennsteiglauf - Europas größter Crosslauf- 21.05.2016

Zum Glück ist in der Mai-Ausgabe vom "Fit for Life" einen Artikel über den Rennsteig-Lauf erschienen, denn so konnten uns Willi und ich schon im Vorfeld auf unser bevorstehendes Abenteuer einstimmen.

Die Zugfahrt verlief plangemäss und von unseren Vermietern wurden wir sogar am Bahnhof abgeholt was wir gerne annahmen.

Haus 2Wohnung 2

Der Rennsteiglauf ist berühmt wegen seiner Ursprünglichkeit ... was so viel heisst wie: statt der üblichen Pasta-Party gibt es nach dem Startnummer-Bezug Knödel mit herzhaftem Ragout und Rotkraut ... absolut lecker!!! ... und dazu wurden wir von den "Wild Turtles" so laut unterhalten, dass wir mit andern Schweizern in einen nahen Biergarten flüchten mussten.

Start 2

Die Nacht war kurz, um 4 Uhr war Tagwache, denn der Startschuss erfolgte pünktlich um 06.00 Uhr. Es war noch relativ kühl, was sich den ganzen Tag nicht wirklich änderte. Die Laufstrecke kann sehr einfach beschrieben werden: Viel Wald, dann nochmals viel Wald ... und dazwischen ... viel Wald. Ausser Wald gab es wirklich nichts zu sehen, aber das war absolut nicht nötig, denn der Untergrund verlangte zum Teil volle Aufmerksamkeit. Der Weg war teilweise gespickt von Wurzeln, grossen und kleinen Steinen, war vor Bachläufen ausgewaschen und uneben ... es gab viele Stürze. Aber der Grossteil der Strecke war trotz auf Wegen wie im Bild zu sehen ist. An Verpflegungsposten mangelte es wirklich nicht ... ca. alle 5 Kilometer hätten wir unseren Hunger und Durst stillen können ... nur waren die Leckereien für unsere Begriffe doch etwas zu deftig. Gels und Riegel gab es keine, dafür Haferschleim mit Heidelbeeren, Würste, Brote mit verschiedenen Aufstrichen, wahrscheinlich Schmelzkäse und Leberwurst, dazu Salz. Am besten haben uns die wenigen Verpflegungsposten gefallen, wo es Apfelschorle gab und wir so den Durst stillen konnten.Strecke 2

Die Strecke ist sehr anspruchsvoll und auf den gut 72 km sind knappe 1900 Höhenmeter "versteckt", nicht wirklich steil, aber mit den müden Beinen dann doch nur noch im" Wandermodus" zu bewältigen, dazwischen immer Abwärtspassagen, ein ständiger Wechsel. Nach 30 Kilometern spürte ich mein Knie und musste das Tempo ein wenig verringern. Willi hat dann ein paar Ränge "verschenkt" und ist der Lauf bis zum bitteren Ende an meiner Seite fertig gelaufen. Auf die Sekunde genau sind wir zusammen im Ziel angekommen. Auf der Gepäckwiese konnten wir unsere trockenen Kleider in Empfang nehmen ... Duschen gab es offiziell keine ... und uns umziehen.

Relativ lange mussten wir auf die Rangverkündigung warten ... "gelohnt" hat es sich kaum, denn der Preis war die silberne Medaille. Nur die Sieger wurden beschenkt.

Resultate Supermarathon 72.7 km:

Ursula:       Zeit    7:46:48 im Rang 2  Kat. F 55

Willi           Zeit    7:46:48 im Rang 9  Kat. M 60

Podest 2

Zieleinlauf 2                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             

Da die Thüringer Bratwürste bekannt sind und wirklich von allen gegessen wurden, hat sich Willi eine als Apéro gegönnt, bevor wir dann mit dem Bus den ewig langen Weg nach Eisenstadt zurück gefahren sind: "Sind wir das alles wirklich gelaufen?" Nach einer erfrischenden Dusche haben wir uns in der Stadt ein leckeres Essen mit einem Glas Wein aus Thüringen gegönnt und den Tag Revue passieren lassen. Es war ein Abenteuer!

Am Sonntag konnten wir ein wenig ausschlafen. Schon relativ früh hat die Sonne ins Zimmer geschienen. So haben wir unsere Sachen gepackt und haben uns auf die Suche nach einen Frühstück gemacht. Willi genoss ein "Heldenfrühstück" (das hiess wirklich so!)

 

Eisenach

Burg 2

 SAM 0048