JCB-2-Tageswanderung, Samstag und Sonntag, 27.+28. August 2016

Das Wetter für dieses Wochenende wird schön und warm angesagt und so treffen wir uns am Samstagmorgen im Bahnhof Bern. Wir besteigen um 07.04 Uhr den Zug und fahren nach Meiringen. Hier trennen sich unsere Wege. Ursula Marti, Willi Guggisberg und Hansjörg Krebs fahren nach Innertkirchen und nehmen die Wanderung ab dort unter die Füsse. Catherine und Hans Martin Schär, Christine Hofstetter, Paul Banzer und Walter Gisler gehen die Wanderung über den Furtwangsattel an. Therese Guggisberg, Therese Zaugg, Judith und Hansueli Heiniger sowie ich fahren mit dem Postauto nach Nessental und lassen uns dort mit der Triftbahn auf die Triftalp hochziehen. Oben angelangt freuen wir uns auf einen Kaffee mit Gipfeli, leider ist das Bistro noch geschlossen. 1 27.8.16So picken wir halt etwas aus dem Rucksack, ein grosser Schluck aus der Flasche fehlt auch nicht. Wir schnüren unsere Wanderschuhe fester und machen uns auf den Aufstieg Richtung Triftbrücke-Triftgletscher. Wir freuen uns auf eine schöne gemütliche Wanderung, daraus wird aber nicht unbedingt etwas. Der Wanderweg erweist sich als „Bergweg vom Feinsten“ und ab und zu auch als Kletterweg. Zwischendurch wird auch unser „Hosefüdle“ strapaziert. Ich „Löli“ habe doch tatsächlich meine Wanderstöcke zu Hause liegen lassen. Hansueli ist so lieb und gibt mir seine, nachdem er mir zehnmal beteuert hat, dass er gut ohne laufen kann. Ich bin sehr froh, ohne Stöcke hätte ich es nicht geschafft. Die Wanderung erweist sich als happig aber trotzdem wunderschön. Wir haben mehr als genug Zeit und so können wir es gemütlich nehmen, machen auch dementsprechend Pausen. Nach einem kräftigen Schluck, einem Biss Banane oder was auch immer, geht es dann immer wieder frohen Mutes weiter. Therese Guggisberg hat einen guten Schritt, sprich Tempo, und so wandern oder klettern wir immer bergwärts. Ab und zu muss ich ein Foto schiessen, gäu Judith! Unsere Gedanken kehren auch mal zu den zwei anderen Gruppen – wo sind sie wohl, geht es allen gut- haben sie es auch so steil?

Plötzlich sehen wir die Triftbrücke vor uns, welch ein Anblick.36 27.816

Nun ist es noch ein Katzensprung bis zur Brücke und wir sind alle gespannt, schaffen wir es über die Brücke oder nicht? Wir schaffen es, anfangs ist es ein etwas mulmiges Gefühl doch plötzlich gewöhnt man sich an das „Waggele“. Man hat eine traumhafte Aussicht auf den Triftgletscher und unter uns tummelt sich der Gletschersee und überhaupt – rundum eine Wahnsinns Aussicht – traumhaft.

Nun haben wir aber etwas zwischen die Zähne verdient und jede(r) von uns findet ein „Sitzeggeli“. Wieder kehren unsere Gedanken zu den anderen zurück, wo sind sie wohl gerade?

Nachdem wir gesättigt sind, raffen wir uns auf und nehmen den Weg zur Hütte unter unsere Füsse. Die letzte halbe Stunde hat es noch in sich und ich glaube, ich schaffe das nicht mehr, meine Puste geht aus! Doch Therese schaltet eine Pause ein, Zeit haben wir ja reichlich und ich kann mich gut erholen. Nun geht es wieder und schon bald sehen wir die Hütte und die Terrasse vor uns. Wir wissen, das Bier wartetJ. Von den anderen ist noch nichts zu sehen und wir stillen den Durst mit einem Bier, Cola, Wasser oder was auch immer. Hansueli braucht noch eine Meiringer-Nusstorte. Wir geniessen die schöne Aussicht, lassen unsere Füsse „löien“ und schauen schon mal nach, wo unser Nachtquartier liegt. Wir haben ein „Hüttli“ für den JCB allein.

 Auf der Terrasse gehen unsere Blicke immer wieder dem Weg entlang nach oben. Kommen die anderen wohl bald? Hoffentlich. Plötzlich sehen wir Ursula und Willi aber ohne Hansjörg. Wo ist er? Leider musste er die Wanderung abbrechen und nach Hause zurück fahren. Schade. Nach einiger Zeit trudeln dann auch Catherine, Hans Martin, Christine, Paul und Walter ein. Bis auf Hansjörg sind wir nun wieder komplett. Nun braucht es wieder Bier, Wasser und Kuchen usw. Ein fröhliches Austauschen über die Wanderung beginnt und ich glaube, es war für alle ziemlich happig, was ich so aus den Gesprächen höre. Duschen hat es keine aber man kann beim Brunnen oder bei den WC’s ein bisschen Katzenwäsche machen.

Ca. um 18.30 h gibt es Abendessen, die Hütte ist zu klein um alle Gäste drinnen zu verköstigen und so heisst es, der JCB isst draussen! Nun ja, es ist frisch geworden. Nun braucht es Wolldecken und Faserpelze und die warme Suppe tut dann auch gerade gut. Als nächstes kommt eine Schüssel Salat auf den Tisch und als Hauptgang gibt es Reis und Pouletgeschnetzeltes süss-sauer. Zum Dessert wird noch ein Caramelköpfli gereicht. Nun wird es kalt und etappenweise können wir hinein rutschen, in die „gute alte Stube“. Aber es ist nicht sehr gemütlich, es ist eng und vor allem laut! Nach einem Hüttenkaffee (oder zwei oder drei) huschen so langsam die ersten ab ins Bett. Wir müssen noch eine „kleine Kletterpartie“ absolvieren, bevor wir in unsere Hütte gelangen.

Willi und Hansueli sind die letzten, sie spielen noch eine Runde Rummikub mit zwei jungen Wandergirls. Irgendwann sind dann alle Schäfchen im Bett und es kann losgehen mit schnarchen und bald schon klettern die ersten wieder die Hühnertreppe herunter. Der eine sucht sein Handy, der andere sucht Ohrstöpsel für seine Frau, wiederum andere müssen auf’s Klo und so geht immer etwas. Therese Guggisberg liegt neben mir und juckt plötzlich auf :“Hast du eine Taschenlampe, mir kriecht eine Spinne übers Gesicht“! Die Spinne entpuppt sich dann aber zum Glück nur als ein Nachtfalter.

So gegen halb sieben muss dann auch ich auf’s Klo und Therese Zaugg schliesst sich mir an, so machen wir auch gerade Katzenwäsche. Die nächste ist Therese Guggisberg und plötzlich sind alle aus den Federn und suchen ihre Habseligkeiten zusammen. Wir müssen vor 08.00 h zum Frühstück erscheinen und als wir in die Stube kommen, ist alles reserviert nur nicht für den JCB. Wo sind wir untergebracht, müssen wir schon wieder draussen essen? Es ist noch kühl. Nun ja, da gab es wohl ein Missverständnis, Monika, die Hüttenwartin meinte, wir kommen um 08.00 h zum Frühstück. Etappenweise können wir dann frühstücken und noch immer ist es eng.29 27.8.16 127 28.8.16 II

So langsam sind dann alle wieder startbereit und Ursula, Willi, Walter, Paul, Christine, Catherine, Hans Martin wandern noch zur Triftbrücke. Wir andern fünf haben die Brücke ja gestern überquert und so machen wir uns an den Abstieg.

 Es ist kaum zu glauben aber es gibt tatsächlich Wanderer in Sandalen und Flipflops! Wenn das nur gut geht! Schliesslich erreichen wir wieder das Bistro bei der Triftbahn. Hansueli freut sich schon lange auf den Nusskuchen. Therese G. geniesst ein „Kübeli“. Unsere Gondel talwärts ist um 15.15 h reserviert. Vielleicht reicht es auf eine frühere, wenn nicht so viele Wanderer talwärts wollen. Nachdem Therese G. und ich mit unseren Handys versucht haben, Willi zu erreichen, was nicht klappt weil kein Netz vorhanden ist!?, klingelte plötzlich das alte Handy von Therese und Catherine rief an um uns mitzuteilen, dass sie schon unten im Tal sind und auf das 13.40 h Poschi wollen. Das nächste fährt erst um 15.40 h. Wir fünf oben sitzen noch vor vollen Gläsern und haben eine Auslegeordnung auf den Tischen. Nun kommt plötzlich Hektik auf und wir müssen sofort alles zusammen packen um mit der nächsten Gondel talwärts zu gondeln damit wir auch auf das 13.40 h Poschi können.

Das verstehe ich eigentlich jetzt nicht so ganz. Das sage ich auch. Aber nun gut, ich füge mich, schnell schauen, dass alles eingepackt wird, Therese Z. muss das halbe Bier ausleeren, die Treppe hoch „juflen“,so dass wir die nächste Gondel erreichen. Was sind schon zwei Stunden Wartezeit in einer lustigen Gruppe?

Wir steigen dann um 13.40 h ins Poschi und fahren nach Innertkirchen, von da aus mit dem „Zügli“ nach Meiringen, anschliessend nach Interlaken Ost und dann nach Bern. Alle Anschlüsse waren gut. Im Zug nach Bern siedelten wir uns im Bistro an und es war lustig, nervig, gähnend, warm und eng aber das gehört dazu.

In Bern angekommen, verabschieden wir uns allesamt und ein wunderschönes Wochenende geht zu Ende.

Die Wanderung war streng aber wunderschön, ich möchte sie nicht missen.

Danke dem OK-Team, den diversen Spendern von Bier, Hüttenkafis usw. und danke Hansueli.

Riedernrain, 05. September 2016                                   Monika Rossi